Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2015

Die HSH Nordbank blickt auf ein ereignisreiches Geschäftsjahr 2015 zurück. Mit der positiven Grundsatzeinigung mit der EU-Kommission wurde nicht nur die Wiedererhöhung der Zweitverlustgarantie der Länder von 7 auf 10 Mrd. € genehmigt, sondern auch über die Zukunft der Bank entschieden. Das Ereignis war auch vor dem Hintergrund eines anhaltend schwierigen Marktumfelds von Bedeutung, das insbesondere von der nach wie vor problematischen Lage in der Schifffahrt und den Wechselkursvolatilitäten des US-Dollars geprägt war. Spekulationen über die Abwicklung der HSH Nordbank im Vorfeld der EU-Entscheidung blieben ebenfalls nicht ohne Einfluss auf die Geschäftslage der Bank. Umso bedeutsamer ist, dass mit der Grundsatzeinigung im Oktober 2015 nunmehr Planungssicherheit für Eigentümer, Mitarbeiter und Kunden erlangt und die Basis für die Zukunft der Bank gestärkt wurde. Zugleich wurden damit die Anstrengungen der letzten Wochen und Monate bestätigt, das Kundengeschäft risikobewusst aus- und die Altlasten konsequent abzubauen sowie eingeleitete Restrukturierungsmaßnahmen zügig umzusetzen. Der Aufsichtsrat hat in diesem von Unsicherheiten geprägten Umfeld den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und seine Geschäftsführung überwacht. Neben strategischen Fragen zur Ausrichtung der Bank, die gemeinsam mit dem Vorstand auch im Rahmen eines gesonderten Workshops erörtert wurden, hat sich der Aufsichtsrat stets über die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung insgesamt sowie einzelner Geschäftsfelder informieren lassen. Abweichungen von der Planung im Geschäftsverlauf wurden dem Aufsichtsrat erläutert.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Geschäftspolitik und andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensführung und -planung, die finanzielle Entwicklung, die Ertragslage sowie das Risiko-, Liquiditäts- und Kapitalmanagement der Bank, über wesentliche Rechtsstreitigkeiten und Geschäfte sowie Ereignisse, die für die Bank von erheblicher Bedeutung waren, unterrichtet. Bei Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für die Bank war der Aufsichtsrat eingebunden. Der Aufsichtsratsvorsitzende sowie die Vorsitzenden des Risiko- und Prüfungsausschusses wurden zudem vom Vorstand über wichtige Themen und anstehende Entscheidungen auch zwischen den geplanten Sitzungsterminen unterrichtet. Sofern Beschlüsse auch zwischen den Sitzungen erforderlich waren, hat der Aufsichtsrat diese im schriftlichen Verfahren gefasst.